Chronik

 

Vereinschronik des TSSV 07/53 e.V. Bottrop


Gegründet 1907 als reiner Turnverein mit Namen „Frisch voran“. Trainiert wurde im Tanzsaal der Gaststätte Jakobsmeier in Bottrop- Fuhlenbrock. Bis zu Beginn des 1. Weltkrieges konnte der Verein ein stetiges Mitgliederwachstum verzeichnen. Es wurde Geräteturnen, Ringen und Gewichtheben betrieben.


Der Krieg riss große Lücken in den Verein und erst im Jahre 1928 wurde, unter dem Vorsitz von Wilhelm Angemeer wieder mit dem Aufbau der Jugendarbeit begonnen. Zeltlager und Wanderungen sorgten für regen Zulauf und an zahlreichen Wettkämpfen wurde teilgenommen.

1933 wurden alle Vereine der „freien deutschen Turnerschaft“ aufgelöst und die Gerätschaften beschlagnahmt. Ab dieser Zeit klafft in der Vereinsgeschichte eine große Lücke.


Erstmals 1955 ergriff Wilhelm Angemeer erneut die Initiative zur Weiterführung des Vereins. Diesmal mit günstigeren Voraussetzungen, denn in Fuhlenbrock wurde eine neue Schule mit Turnhalle gebaut. Die „Konradschule“ das Zentrum des Vereins, heute noch. Die Jugend wurde schnell gewonnen und mit 166 Mitgliedern konnte man 1957 das 50 jährige Vereinsjubiläum begehen. Der aufstrebende Verein schloss sich nun den Dachverbänden wie dem „Deutschen-Turner-bund“, dem „Deutschen Leichtathletikverband“ und dem „Rheinischen Turnverband“ an. Ein Zeichen für ein breites Turn –und Wettkampf-angebot.


Anfangs nur zum körperlichen Ausgleich gegründet, wurde die Tischtennisabteilung, durch den aktiven Einsatz von Hans Brüning, zu einem wettkampfstarken Bestandteil des Vereins. Sie ist auch heute noch die einzige Wettkampfabteilung und wird von Andreas Bortz geleitet.


Während dieser Zeit wurde der Vereinsname „Frisch voran“ nun der Moderne angepasst und die Buchstaben, eingetragen im Vereins-register, ergeben den

„Turn–Spiel–Sport–Verein“ eben den TSSV 07/53 Bottrop e.V.

Dies alles geschah unter dem Vorsitz von Karl Heinz Bähnsch, der dieses Amt ab 1963 übernommen hatte.


Die sechziger und siebziger Jahre bescherten dem Verein mannig-faltige Erfolge in allen betriebenen Sparten.


Eine kurzfristige Fusion mit dem Tischtennisverein Ebel 53 ließ die Mitgliederschaft auf 400 ansteigen.

Hieraus resultiert auch die 2.Jahreszahl 53, die im heutigen Vereinsnamen immer noch mitgeführt wird.


1978 übernimmt Hans Wilczok den Vorsitz. Auf Grund geburten-schwacher Jahrgänge und Umstrukturierung des Schulwesens auch auf Nachmittagsunterricht und letztlich auch durch Ausscheiden von Übungsleitern in den Fachbereichen wird die Jugendaufbauarbeit nur noch in der Tischtennisabteilung betrieben.


1980 wird Heinz Günter Angemeer 1. Vorsitzender und 1993 Brigitte Smit als Geschäftsführerin in den Vorstand gewählt. Mit ihrer Aus-bildung zum Organisationsleiter beim Landessportbund sind ihr alle Schwierigkeiten und auch Anforderungen eines modernen Sportvereins vertraut. Von nun an gibt es Trendsportarten im Vereinsangebot und als Kurssystem.


1995 startet der erste Wirbelsäulenkurs mit Erfolg bis heute. Die Zusammenarbeit mit der AOK bringt Früchte. Es gibt unter dem Motto „Fitness macht Spaß“ Damengymnastik, Eltern/Kind Programme,

Aerobic, Thai Chi, Yoga,Gerätetraining und Wirbelsäulengymnastik. Viele Kursteilnehmer werden, auf Grund des breit gefächerten Angebotes, Vereinsmitglieder.

Die Jugendarbeit erfährt eine Erneuerung, was als Kurs „Fit Kid`s“ begann, wurde innerhalb weniger Wochen eine feste Abteilung.


1995 übernimmt Manfred Renner den Vorsitz und seit 1999 bekleidet Rüdiger Schürken dieses Amt.


Der „alte Turnverein“ ist nie auf seinen Strukturen stehen geblieben. Immer ist versucht worden, den Anforderungen und Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden.


Ausgestattet mit diesen Erfahrungen blickt der TSSV auf eine 100- jährige Geschichte und Erfolg zurück und ist mit Recht als ein „Fuhlenbrocker Urgestein“ zu bezeichnen.